Positionspapiere

Positionspapier zum Thema »Rise of Artificial Intelligence in Military Weapons Systems«

In den letzten Jahren haben die Fähigkeiten von KI-Systemen deutlich zugenommen. Doch während Künstliche Intelligenz immer komplexere Aufgaben übernimmt und zunehmend autonom agiert, erfordert der Umgang mit der Technologie ein hohes Maß an Verantwortung. Neben ihrem Einsatz in Bereichen wie der Produktion, der Logistikplanung oder der Medizin, gehören auch der Einsatz im militärischen Kontext zu den Anwendungsmöglichkeiten Künstlicher Intelligenz.

KI wird dabei weltweit u. a. als Ermöglicher einer neuen Generation »autonomer« Waffensysteme diskutiert. KI-basierte, autonome Waffensysteme werden die Art und Weise bewaffneter Auseinandersetzungen fundamental ändern. Diese Bedrohungslage erfordert eine differenzierte Auseinandersetzung mit dem Thema Einsatz von KI in Waffensystemen. In diesem Zusammenhang hat der ehemalige Fraunhofer-Verbund für Verteidigungs- und Sicherheitsforschung VVS, jetzt Fraunhofer-Leistungsbereich Verteidigung, Vorbeugung und Sicherheit VVS, das Positionspapier »Rise of Artificial Intelligence in Military Weapon Systems« entwickelt.

Das Positionspapier legt die Sichtweise des Fraunhofer VVS zum aktuellen Stand der Technik dar, untersucht Nutzen und Risiken und präsentiert ein Rahmenkonzept für erklärbare und kontrollierbare KI. Ausgewählte Forschungsthemen werden identifiziert und diskutiert, um einen Weg zu vertrauenswürdiger KI und den verantwortungsvollen Umgang mit diesen Systemen in der Zukunft aufzuzeigen. Das Positionspapier des Fraunhofer VVS gibt keine Antworten oder Empfehlung zur militärischen Nutzung von Künstlicher Intelligenz. Ziel des Papiers ist es, die Diskussion zu diesem wichtigen Zukunftsthema anzustoßen und hierfür eine Grundlage zu schaffen.
 

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Positionspapier zum Thema »Seven Grand Defense-Technological Challenges for Europe post-2020«

Cover des Positionspapiers

Angelehnt an die »grand societal challenges for Europe« aus dem EU-Forschungsprogramm Horizon 2020 schlägt der ehemalige Fraunhofer-Verbund für Verteidigung und Sicherheit VVS, jetzt Fraunhofer-Leistungsbereich Verteidigung, Vorbeugung und Sicherheit VVS vor, EU-weit sogenannte »grand defense-technological challen­ges post 2020« zu identifizieren.

Aus Fraunhofer VVS-Sicht werden diese Herausforderungen in absehbarer Zeit zu wesentlichen Treibern für strategische Autonomie und technologische Souveränität. Der Fraunhofer VVS schlägt folgende seven Grand Defense-Technological Challenges for Europe post-2020 vor:

1)      Artificial Intelligence and Autonomy

2)      Digital Battlefield

3)      Quantum Technologies for Defense Applications

4)      Advanced Radar Technologies

5)      Power Supply and Efficiency

6)      Next-Generation Effectors

7)      Human Performance Enhancement

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Fortführung der zivilen Sicherheitsforschung

© Fraunhofer VVS

Sicherheit ist und bleibt eines der wichtigsten Bedürfnisse unserer Gesellschaft. Aufgrund veränderlicher Bedrohungen ist dieses Thema nach wie vor hochaktuell.

Die zivile Sicherheitsforschung ist in Deutschland als querschnittliche Forschungsdisziplin erfolgreich etabliert. Von Beginn an eingebettet in die Hightech-Strategie der Bundesregierung, tragen viele Akteure aus Wissenschaft, Forschung, Wirtschaft, Behörden und Sicherheitsorganisationen in Verbundprojekten zur Erarbeitung konkreter Lösungen zur Bewältigung komplexer Herausforderungen bei.

Letztere haben sich gerade in jüngster Vergangenheit aufgrund sicherheitspolitischer, gesellschaftlicher und technologischer Veränderungen stark erweitert. Das neue Forschungsprogramm der Bundesregierung ab 2017 muss diesen Veränderungen strukturell und inhaltlich zusätzlich Rechnung tragen.

Die Fraunhofer-Gesellschaft hat ihre Empfehlungen an die Bundesregierung im Positionspapier zur Fortführung der zivilen Sicherheitsforschung formuliert.


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European Defence Research and Innovation Network nimmt Arbeit auf

Kurz vor dem offiziellen Start des ersten europäischen Verteidigungsforschungsprogramms, welches die neue EU-Kommission 2020 im Rahmen des European Defence Funds (EDF) auf den Weg bringen wird, schließen sich die führenden Forschungsorganisationen Europas in einem neuen Netzwerk zusammen. Um in Brüssel forschungspolitische Themen strategisch und inhaltlich begleiten zu können und den RTO’s eine starke Stimme zu geben, wird das European Defence Research and Innovation Network, kurz EDRIN, unter der Leitung von Fraunhofer-Gesellschaft und TNO nun seine Arbeit aufnehmen. Das derzeit aus sechs großen RTO’s bestehende EDRIN wird 2020 um zusätzliche Partner aus ganz Europa erweitert.